Drei Tage ohne WLAN. Hier also das Update der letzten drei
Konzerte:
Am Freitag gab es eine kleine „Privatparty“ in
Recklinghausen. Direkt angrenzend das Hotel. Totaler 70igerjahre-Flash!
Zeitmaschine. Die schöne Nadine wurde „Fan of the Day“. Sie ist Sozialarbeiterin
und somit das perfekte Rockgirl. Sie hätte uns gerne noch mehr von
Recklinghausen gezeigt, aber Ihr Freund hatte was dagegen. Baby, komm wieder.
Du stehst für immer auf unserer Gästeliste! Nachts gab es noch einige Krümel
Inspiration, Lachkrämpfe und Sportunfälle im TV. Heute geht’s in einen Saloon
nach Bestwig. Oder ist das nur ein Spaß von der Konzertagentur!?
Samstag in Bestwig. Ein Freizeitpark im Winterschlaf –
gespenstisch. Kai hatte Angst ohne Kruzifix aus dem Tourbus auszusteigen. Waren
wir in Recklinghausen noch in den 70igern gelandet, so sind wir hier Mitten im
Wilden Westen. Unwirkliche Location. Ring of fire und jede Menge brauner
Schnaps. Das Konzert platze nur so vor Energie. Martin hätte beinah den
Bassisten der Vorband aufgefressen, als er feststellte, dass diese das Bier weg
getrunken haben. Der Veranstalter war völlig aus dem Häuschen und sagte, er
hatte „seine“ Sauerländer noch nie so erlebt. Danach erklärte uns Hachy noch den Niedergang des Gesundheitswesens und Jenzzz musste die angetrunkene
Meute ins Hotel fahren.
Sonntag. Heute wird Martin gegen Marcus eingetauscht. Wir fahren
Martin zum Bahnhof, winken ihm zum Abschied und haben die Augen feucht. Fahrt
nach Stuttgart. Regen, Regen, Regen. Stuttgart im Tal und das Hotel ist eine
Vollkatastrophe. Dunkles Loch. Auch das Universum wirkt auf den ersten Blick
eher abweisend. Aber dann die große Überraschung: Das Publikum ist völlig
überdreht. Vermutlich haben sie sich schon wochenlang getroffen, alte Terry
Hoax Alben auswendig gelernt und die Choreographie durchgesprochen. Totaler
Wahnsinn. Sie wirken wie eingekauft. Aber von wem? Hachy fällt fast vom Schlagzeug, als Olli statt in sein Mikro, in sein Bier singt. Schöner
Einstieg für Marcus.
Montag. Offday. Fahrt nach München. Schneeregen. Gut, dass
wir am zweiten Tag die abgefahrenen Sommerreifen gegen neue Winterreifen
eingetauscht haben. Alle müde. Hachy fährt und
der Rest starrt vor sich hin. Wir müssen noch Shirts nachbestellen. Sind fast
ausverkauft…
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